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Ich bin in diese Welt geboren worden, indem die Nabelschnur durchtrennt wurde. Die Verbindung zu dem Ort, wo ich genährt wurde, wo ich geschützt war. Der  Schmerz dieser Trennung, dieses entwurzelt werden,  sitzt tief in jeder Zelle meines Bewusstseins und seit her bin ich auf der Suche nach Ersatz dafür. Doch kein Mensch kann mir selbst Ersatz sein, für das was ich vermisse, kein Hobby, kein Sport, keine Macht und kein Geld, selbst wenn das vorübergehend so scheint. Und so kommt, was kommen muss. Eines Tages stehe ich mir selbst gegenüber mit der Frage: Warum, warum musste ich diese Geborgenheit und den Schutz aufgeben um Mensch sein zu können? Warum durfte ich nicht entscheiden, ob ich überhaupt zu diesem hohen Preis in diese Welt kommen möchte? Warum ist einfach alles über mich hereingestürmt?

Und sanft antwortet es in mir. Weil es deine Bestimmung war. Und wer hat das so einfach über mich bestimmt? Warum konnte ich das selbst nicht bestimmen? Weil du bevor du eintrittst in die Idee ein Mensch zu sein, du selbst bist. Und wenn ich dann ein Mensch bin, was glaube ich dann? Na, dass du ein Mensch bist. Bin ich das denn nicht? Du bist es, weil du es nicht bist. Das verstehe ich nicht. Das kann nicht verstanden werden, fühle es. Was geschieht, wenn du dich einfühlst? Es ist als ob alles verschwimmen würde, so als ob sich alles in sich selbst auflöst. Von hier betrachtet, ist etwas durchtrennt worden? Das weiss ich nicht. Von hier betrachtet, gibt es so etwas wie einen Nabel der Welt? Das weiss ich nicht. Von hier betrachtet, wer bist du? Das weiss ich nicht. Beunruhigt dich das? Das weiss ich nicht.

Und wer bist du, die mich das fragt? Das weiss ich nicht. Eine Stille legt sich über das Geschriebene, so als ob die Worte gekommen und gegangen sind im Angesicht von sich selbst als das, was jenseits von Worten liegt.

 
 
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