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Die Angst vor Einsamkeit trieb mich dazu einen Masterplan aufzustellen, mit welcher Strategie ich es wohl als Mensch am besten schaffe, sie nicht erleben zu müssen. Also erstens muss ich ein guter Mensch sein, nur gute Menschen werden geliebt. Ich muss möglichst erahnen, was dem Gegenüber gefällt und mich dann dementsprechend angepasst verhalten. Ich muss die Regeln dieser Gesellschaft kennen und mich danach verhalten, egal ob es mir entspricht oder nicht. Kurz ich muss mein Leben nach dem Rest der Welt ausrichten um selbst nicht in der Einsamkeit zu enden. Ungeliebt, verlassen und allein.

Ich war ein guter Stratege, ich habe schnell gelernt die Wünsche der andern  zu fühlen. Ich war nonstop mein Umfeld am Scannen um ja rechtzeitig mich so anpassen zu können, dass ich gefalle. Das ging sehr lange gut, ich war nie allein, ich fühlte mich geliebt und geschätzt. Doch eines Tages passierte etwas Unerhörtes: Die Einsamkeit überkam mich trotz aller Vorkehrungen! Ich hatte alles, was ich glaubte müsste ich haben, um mich gut zu fühlen, doch es schütze mich nicht vor dieser unerträglichen Einsamkeit.

Wie kann das sein? Ich bin doch überhaupt nicht allein? Ich werde geliebt und geschätzt für all das was ich mir so schwer erarbeitet habe. Und jetzt das! Das Gefühl dieser Einsamkeit, dieses Gefühl etwas ganz Essentielles zu vermissen war so stark, dass ich es nicht wegdenken, nicht wegmeditieren, nicht wegyogisieren oder sonst wie wegkompensieren konnte.   

Also bin ich auf die Suche nach der Wurzel gegangen, woher kommt dieses Gefühl der Einsamkeit? Es muss irgendwo seinen Ursprung haben. Der einzige Weg das herauszufinden war,  tief darin einzutauchen. Sie bewusst mit jeder Faser des Körper zu fühlen, sie zu durchlichten ohne mich darin zu verlieren.

Und da, tief in der Einsamkeit bin ich mir selbst begegnet, als die Sehnsucht nach mir selbst.

 
 
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