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Yoga ist, wie auch Taichi oder Meditation, eine Möglichkeit, sich von sich selbst in der Idee Ich zu sein,  eine Auszeit zu gönnen. Ausser ich möchte als Ich darin gut sein, dann gelingt das nicht. Entsteht jedoch ein Kontakt zwischen mir und dem Körper,  ungestört von Gedanken des Alltags von gestern und von morgen, so erlebe ich es als Mensch entspannend. Die stete Konzentration auf das Ich, in dem Gedanken geboren werden,  die ich für meine Gedanken halten kann und dann auch als Ich Bezug dazu nehme, entfällt.

Doch was passiert, wenn in mir ein Gedanke auftaucht und ich nicht dazu in Bezug gehe? Es heisst nicht, anderen Gedanken nachzugehen, sondern nicht als Ich in  Bezug dazu gehen…
...Es fühlt sich an, als ob sich in mir zwei Personen gegenüberstehen. Die eine Person hat die andere etwas gefragt, doch die gibt keine Antwort, schaut den Fragenden nur an. Es ist als ob ICH beides ist. Der, der gefragt hat und der, der nicht geantwortet hat. Ich kann fühlen, wie ich mich mal als das eine und dann als das andere betrachte. Jetzt drehen sich beide zu mir und wir schauen uns alle drei an. Dann drehe ich mich um und wir schauen zu dritt zu dir, dann drehst du dich um und wirst von etwas gesehen, das sich umdreht und von etwas gesehen wird, das sich umdreht und von etwas gesehen wird, das sich umdreht und von etwas gesehen wird, und ich spüre wie der Ausgangspunkt sich verstärkt, je weiter weg sich etwas umdreht und gesehen wird. Das was läuft, verliere ich aus den Augen. Und plötzlich nehme ich nur noch diesen Ausgangspunkt wahr. Dann kommt eine Kraft von unten und drückt mich nach oben, so als ob ich auf einer Quelle gestanden hätte, die jetzt mit aller Kraft sprudelt und jetzt spielt sie mit mir als Punkt, wirft mich hoch und ich falle weich zurück. Wir vergnügen uns sozusagen zusammen.

Ich bin so hoch oben, dass ich den Himmel berühren kann. Ich schiebe die Wolken herum, immer tanzend auf der Quelle, dann lege ich mich hin und lass mich von ihr massieren  und beobachte die Wolken, wie sie an mir vorbeiziehen. Hach, was für ein wunderbares Leben! Eingebettet zwischen Himmel und Erde, getragen und genährt von einer nimmer siegenden Quelle, beschützt vom Dach der Welt, fehlt es mir an nichts. Glücklich sind die Seligen!

 
 
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