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Ich hatte das Glück anwesend zu sein, als mein Vater aus damaliger Sicht gestorben ist und erinnere mich an diese Glückseligkeit in seinem Gesichtsausdruck, als er das letzte Mal ausgeatmet hat. Da war für einen Moment eine absolute Stille und Frieden im Raum spürbar, bevor sich die Aufmerksamkeit  ganz mit den auftauchenden Gefühlen identifiziert hat.

Kürzlich in einem ganz anderen Zusammenhang ist in mir etwas bewusst geworden. Das was dem Toten ein lächeln ins Gesicht zaubert ist nicht die Tatsache, dass das anstrengende Leben endlich vorbei ist, oder weil ihm seine Ahnen begegnen. Dieses Lächeln entsteht in dem Moment, wo das was die Form, den Körper hervorgebracht hat, sich seiner selbst  bewusst wird. Das was in dem Moment "stirbt" ist nicht der Mensch, sondern die Illusion dessen, was der Mensch geglaubt hat zu sein und für was die Trauernden sich selbst und den Toten noch halten.

Was sterben genannt wird, ist nichts als die Auflösung einer Form, um in anderer Form wieder zum Ausdruck zu kommen. Es stirbt also nichts im Sinne von, es existiert nicht mehr, sondern das Einzige, das wirklich  existiert, wechselt seine Form, seinen Ausdruck.

 

 

 
 
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