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Okt
12

Ich habe schon länger nichts mehr hier geschrieben. Vielleicht kommt das daher, dass ich nicht mehr so genau weiss, wer ich bin. Oder besser gesagt, ich weiss nicht mehr so genau, wer ich ist. Dieser Gedanke lässt mich sofort innehalten. Was will denn jetzt gesagt sein? Was will in Worten zum Ausdruck kommen? Ich weiss es nicht. Ich lausche nach innen, warte darauf, dass Worte auftauchen.

Meine Wahrnehmung geht zum Unterbauch. So als wollte ich da jemand treffen. Es ist, als ob ich in einen leeren Raum trete. Es ist angenehm warm hier. Warm und weich. Der Raum ist abgeschlossen, schon nach wenigen Schritten stosse ich auf Wände. Es ist als ob die Wände zu mir sagen: Ruhe dich aus, es gibt hier nichts zu tun für dich. Also setze ich mich auf den Boden. Jetzt erst sehe ich, dass die Wände leuchten in gelb, orange, pink und rot. Mir fällt auf wie müde ich bin und so lege ich mich auf den Boden und schaue zur Decke und erblicke den Himmel. Es ist Nacht. Die Sterne leuchten hell und klar. Ich entspanne mich.

Draussen höre ich irgendwo einen Rasenmäher, doch hier drinnen ist es ganz still. Nur zögerlich tauchen neue Worte in mir auf. Ich atme tief ein und aus, so als ob eine Last von mir genommen wurde. Hier gibt es tatsächlich nichts zu tun für mich, hier bin ich einfach. Nichts zu erreichen, nichts zu verbessern, nichts zu kontrollieren, nichts zu bewerten oder zu verurteilen. Nicht mal mich selbst.

​Doch dann setze ich mich erschreckt auf. Das geht nicht. Ich kann hier nicht einfach liegen und nichts tun, ich muss dem Menschen helfen, dass er in diesem Leben immer glücklich ist. Ich muss ihm helfen, damit er ja keinen Fehler macht. Verstehst du? Ja, wir verstehen, tönt es von den Wänden. Das war einmal. Du hast deine Aufgabe wunderbar erfüllt und jetzt gibt es nichts mehr zu tun. Ich leg mich wieder hin. Ist es möglich, kann es wahr sein? Meine Aufgabe ist hier erfüllt? 

​Ich schliesse die Augen und beginne sofort zu träumen. Ich sehe wie der Mensch auf mich zugerannt kommt, mich umarmt und mit mir tanzen will. Er schaut so glücklich, so erfüllt aus und mir wird bewusst, etwas Neues ist geboren und gleichzeitig war es niemals etwas anderes. Hier ist dort, überall und nirgends und irgendwo mittendrin erscheint die Welt zwischen Realität und Illusion im hellen Licht der Dunkelheit. 

 

 
 
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